Michael Paul Romstöck

 

Deltawerken 1

 

70 × 90cm, C-Print, 2017
 
 

Das Bild „Deltawerken 1“ zeigt eine Landschaft an der niederländischen Küste, südlich von Rotterdam. Nach der Flutkatastrophe von 1953 wurden entlang der holländischen Nordseeküste zahlreiche beeindruckende bauliche Maßnahmen eingeleitet, um das tiefgelegene Landesinnere vor Sturmflut und Hochwasser zu schützen. Das sichtbare Bauwerk ist Teil der „Deltawerken“; ein elaboriertes System zur Kontrolle der ein- und ausfließenden Wassermassen.
Die natürlich entstandene Erscheinung sowie der Verlauf der Küstenlinie des Landes wurden durch derartige Eingriffe zum Schutz der Bevölkerung und zur Landgewinnung erheblich verändert. Durch den Klimawandel nehmen die Gefahren, ausgehend von Starkregenereignissen, Sturmfluten und Gezeiten, erheblich zu. Dabei ist zu befürchten, dass große Teile der Niederlande – im wahrsten Sinne – untergehen könnten.

Im Rahmen meiner Masterarbeit untersuche ich die Begriffe Wetter, Witterung und Klima. Diese möchte ich als kulturelle wie auch als physikalische Phänomene begreifen und verstehen. Die Fotografie führt seit ihren Anfängen bis heute in ihrem Wesen eine enge Beziehung zum Wetter und der Witterung.

 

Michael Paul Romstöck ist ein, derzeit in Essen ansässiger, Künstler und Fotograf. Michael studiert er im Masterprogramm „Photography Studies & Practice“ an der Folkwang-Universität der Künste in Essen. Zuvor erwarb er einen Bachelorabschluss an der Bauhaus-Universität in Weimar, im Fach „visuelle Kommunikation“. Mit seinen fotografischen Arbeiten bewegt er sich zwischen formalen Bestandsaufnahmen und narrativen Bildwelten. Inspiriert von den Veränderungen der vom Menschen bevölkerten Welt, beschäftigt er sich mit Begrifflichkeiten wir Anonymität, Architektur, Stadtplanung und dem Alltäglichen, sowie dem Kuriosen. 

Michael Paul Romstöck ist seit 2015 als freiberuflicher Fotograf tätig.