Nina Röder

 

mum in bed

100 × 100cm, Fine Art Print, 2017

 

Innerhalb eines Jahres sind Nina Röders Großeltern Franz und Theresia Protschka gestorben. Beide waren um die 90 Jahre alt.

Als sudetendeutsche Flüchtlinge und Teil der Kriegsgeneration, haben die beiden ihr Leben lang alles aufgehoben und fast nichts weggeworfen. Ihr Haus im fränkischen Windsbach, in welchem sie nach ihrer Flucht über ein halbes Jahrhundert lebten, fungierte für ihre Familie als Mittelpunkt.

Nach dem Tod ihrer Großeltern haben Röders Mutter Dagmar, ihre Cousine Laura und sie selbst das Haus ausgeräumt, bevor es verkauft wurde. Das Bild „mum in bed“ ist Teil einer fotografischen Serie, die während des Prozesses, Gegenstände nach Erinnerungswert zu sortieren und zu entscheiden, ob man sie behält oder weggibt, entstanden ist.

Mit dem Stilmittel der Absurdität zeigt Röder eine Möglichkeit auf, mit Verlust, Trauer und Erinnerung umzugehen.

 

Nina lebt und arbeitet in Berlin und Hamburg.

 

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