Schmott Photographers

 

Der gestörte Kristall

80 × 120cm
Fine Art Print + Prisma vor Leuchtmittel, 2018

 

Diese Arbeit ist Teil einer Serie, die sich mit dem fotografischen Abtasten und Analysieren von Prismen für Hochleistungsgeräte beschäftigt, welche die hohen finalen Qualitätskontrollen der Hersteller nicht bestanden haben und deshalb keine Verwendung finden. Die Mängel, die zum Nichtbestehen der Kontrollen führen, reichen von der herkömmlichen Macke bis zum Mikrofehler, der mit bloßem Auge nicht erkennbar ist.

Die inszenierte Fotografie eines Prismas sowie verschiedene Retusche-Prozesse beheben dessen vermeintliche Fehler und „reparieren“ das Objekt somit visuell.

Prismen können Licht ablenken, streuen, aufteilen, brechen etc. Ein uns allen vertrauter und (bereits) 1810 in Goethes Farbenlehre behandelter Effekt, ist die Aufspreizung weißen Lichts in seine Spektralfarben, wie bei einem Regenbogen. Diese Eigenschaft wird hier genutzt, um mit demselben Prisma, dessen fotografisches Abbild ausgestellt wird, einen Lichtreflex zu erzeugen, der von der betrachtenden Person erst erfasst werden kann, wenn sie direkt vor dem Bild steht oder sich zu diesem hinbewegt. Zudem wird die spezielle Oberfläche des Fotoprints durch das darauf fallende Licht zum Reflektieren gebracht und dem Prisma wird sein individueller Fehler durch diese zweite Ebene erneut eingeschrieben.

 

 

Michael Ott, geb. 1981 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main / Mathias Schmitt, geb. 1978 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Zusammen formen sie das Arbeits- und Künstlerduo SCHMOTT Photographers.

 

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